Publikationen des Jahres 2010

Der wehleidige Mann

Was für ein hilfloser Artikel in der Weltwoche Nr. 44 über die verlorene Herrschaft der Männlichkeit! Der gesamte Artikel strotzt nur so von unberechtigten Einseitigkeiten. Dazu kann ich nur sagen: Liebe Männer, selber schuld!

Die Jahrzehnte lange männliche Herrschaft in den Wirtschaftskreisen (z.B. ecconomiesuisse) fordert noch heute, dass die Mütter nach der Geburt so schnell als möglich zurück in die Wirtschaft gehören. Die „Frau von Heute" soll sowohl Managerin, gesellige Freundin, attraktive Sexpartnerin, fürsorgliche Mutter als auch Top-Modell sein, so fordert es die bunte Medienwelt, mehrheitlich von männlichen Journalisten geprägt. Wenn nun die Frauen diesen Wünschen nachleben und den geforderten Platz in der Wirtschaft einnehmen, so beginnt das grosse Jammern. Überall wird die Schuld der „Feminisierung" untergeschoben. Bereits seien 60% der Maturanden Mädchen und auch in den Universitäten sind neuerdings mehr Frauen als Männer anzutreffen. Aber wie ist es dazu gekommen? Im Artikel steht, dass die Buben nicht so gut stillsitzen und fleissig sein können, wie die Mädchen. Aber wer war es denn, der das Bildungssystem auf die Stufe der Hochschulen gehoben hat? Denn zugegebener Massen muss man da wohl länger „stillsitzen und fleissig sein" als früher in den Lehrerseminaren. Die Anerkennung der Pädagogischen Ausbildungen läuft über die EDK (Erziehungsdirektorenkonferenz), welche in grösster Mehrheit in männlicher Hand liegt. Gar die Professoren und Gelehrten sind fast ausschliesslich männlich. Die Männer haben also ein Bildungssystem geschaffen, welches ihnen nun nicht mehr gerecht wird. Sie haben selber mehr Frauen in der Wirtschaft gefordert – die Schuld jetzt auf „Feminisierung" zu schieben, scheint da ein bisschen sehr einfach...... Ganz und gar merkwürdig wird es dann, wenn diejenigen, die immer lauthals gegen jegliche Quoten eingestanden sind (was zählen ist Qualität....) nun eine „Männer-Quote" von mindestens 50% in den Lehrberufen fordern.

Liebe Männer: Hört auf zu jammern! Hört auf den Müttern nach der Geburt vorzuschreiben, dass sie umgehend in die Wirtschaft zurück müssen....... und bitte hört auf Augenbrauen zu zupfen und violette Foulard zu tragen.......

Meine Politik

Ich setze mich für eine unabhängige, sichere und selbstbewusste Schweiz ein. Die Schweiz braucht mehr mutige Nationalrätinnen.

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Ich kandidiere am 23. Oktober 2011 für meine erste Amtsdauer als Nationalrätin des Kantons Schwyz.

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