Publikationen des Jahres 2010
Effiziente Bildungspolitik
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- Kategorie: 2010
- Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juni 2011 16:33
- Geschrieben von Judith Uebersax
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Verschiedene Kantonsräte haben sich in den letzten Wochen um das Bildungswesen im Kanton Schwyz gesorgt. Die FDP wollten wissen, wie Bildungsdirektor Walter Stählin nun gedenke HarmoS trotz allem, so quasi über die Hintertreppe (Autonomer Nachvollzug), umzusetzen. SVP Kantonsrat Peter Inderbitzin aus Steinen wollten sicher stellen, dass der Kindergarten in seiner heutigen Form bestehen bleibt.
Insbesondere beim autonomen Nachvollzug von HarmoS hat Bildungsdirektor Walter Stählin korrekt und effizient erwidert. Auf HarmoS wurde im Schwyzer Kantonsparlament erst gar nicht eingetreten. Somit musste es zu einer kostenintensiven Abstimmung gar nie kommen. Genau wie in allen anderen Zentralschweizer Kantonen, wird im Kanton Schwyz eine eigenständige und unabhängige Bildungspolitik bevorzugt. Wir wollen uns nicht dem Diktat der Eidgenössischen Bildungsdirektoren unterwerfen und wir wollen auch künftig keine zentral-gesteuerte Bildungspolitik, nur noch umsetzen ohne zu entscheiden, das kommt für die SVP im Kanton Schwyz nicht in Frage. Die Antwort des SVP Bildungsdirektors war denn deutlich: Ein autonomer Nachvollzug von HarmoS sei nicht angezeigt. Die Forderung der FDP Motionäre wird abgelehnt. Die Willensäusserung des kantonalen Parlamentes sei massgebend und bevor sich dieses nicht mit einer klaren Willensäusserung in eine andere Richtung bewege, könne man sich keinen solchen Nachvollzug vorstellen.
Dieselbe konsequente Haltung legt das Bildungsdepartement bei der Motion von SVP Kantonsrat Peter Inderbitzin an den Tag. Die Schulstufen seien im Kanton Schwyz mittels Volksschulverordnung klar geregelt (1 Jahr Kindergarten obligatorisch, 2. Jahr freiwillig je nach Gemeinde / 6 Jahre Primarschule). Jegliche Aenderung müsste zwingend über eine Anpassung der Volksschulverordnung geschehen – und diese unterliegt dem fakultativen Referendum. Das Beibehalten des traditionellen Kindergartens sei auch nicht durch neue Lehrpläne der Bildungsdirektoren-Konferenz gefährdet, jeder Kantone könne weiterhin den traditionellen Kindergarten anbieten.
Trotz dieser Haltung des Bildungsdepartementes gegen HarmoS, gibt es natürlich noch weitere „Baustellen im Bildungsbereich“, die sorgfältig beobachtet und evtl. korrigiert werden müssen. Der gesamte Sonderpädagogische Bereich „Integration statt Separation“ führt nach meiner Meinung zu noch mehr Bürokratie im Bildungswesen und zu noch stärkeren Belastung der Lehrpersonen im Unterricht insbesondere auch im Bereich der zusätzlichen (unbezahlten) Stunden. Ganz zu schweigen von den unzähligen zusätzlichen Lehrkräften, Betreuern, Assistenten und Therapeuten die notwendig werden, um möglichst jedes Kind integrieren zu können. Bildung muss effizient und effektiv bleiben.


