Publikationen des Jahres 2011

Willkommen im Jahr der Freiwilligenarbeit

Oft werde ich gefragt, warum ich mich so sehr ehrenamtlich engagiere. Ich bin Verbandspräsidentin des SVKT Frauensportverbandes Schweiz - mit 26'000 Mitgliedern in über 260 Vereinen und Mitglied der Sport-Toto-Kommission Kanton Schwyz, zudem Kantonalpräsidentin der SVP und Co-Präsidentin im Frauennetz. Ehrenamtliche Vereinsarbeit ist für die Schweiz von zentraler Bedeutung und grosser Tradition.

Ohne ehrenamtliches Engagement wäre weder der Schwingsport, noch das Schützenwesen oder der Breitensport denkbar. Auch gäbe es keine FMG's, keine Viehschauen, Chilbis, Fasnachtsumzüge, Trophäenschauen oder sonstige kulturelle Anlässe. Die Vereine leisten Ungeheuerliches in Bezug auf die sozialen Leistungen und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schweizerinnen und Schweizer. Hätten wir die ehrenamtlichen Leistungen nicht, so wäre unsere Schweiz um vieles ärmer – und wir hätten ein grosses, kaum zu finanzierendes Gesellschaftsproblem.

Zur Zeit werden rund 34,1 Millionen Stunden für die Betreuung von erwachsenen Haushaltmitgliedern aufgebracht - meist von Frauen. Dies sind umgerechnet rund 1,2 Milliarden Franken. Im Vergleich: die Spitex leistet ca. 5 Millionen Stunden kassenpflichtige Leistungen.  Derzeit gibt es in der Schweiz etwa 89'000 demenzkranke Menschen. Mehr als die Hälfte wohnt zu Hause. Wie wollen wir dieses Problem in Zukunft lösen? Insbesondere, wenn immer mehr Frauen ohne Unterbruch berufstätig sind oder sein sollten? Es ist nicht damit getan, dass Kinderkrippen aufgestellt werden und Tagesstrukturen in den Schulen geschaffen werden. Es gilt auch ein nahendes Generationenproblem zu lösen. Immer mehr Menschen, werden immer älter. Welche Lösungen bietet da die Politik? Hier sehe ich die dringende Vernetzung von ehrenamtlicher Tätigkeit mit der Politik. Darum ist es so wichtig, dass sich unabhängige, ganz normale Bürger auch der Politik annehmen. In der Politik sollte es nicht um lukrative Posten in Verwaltungsräten gehen – es sollte um die Zukunft der Schweizerinnen und Schweizer gehen.

Da sind vernetzte Denkmodelle gefragt. Es reicht nicht, einfach die Frauen in die Wirtschaftswelt zu „befördern“. Es muss auch überlegt werden, wer denn künftig die 34,1 Millionen Stunden Betreuung von Erwachsenen übernimmt – oder wer dies künftig bezahlt? Es reicht nicht, die Fallpauschalen in den Spitälern zu senken und damit das Gesundheitswesen zu entlasten. Es muss auch überlegt werden, wer den „Blinddarm“ daheim pflegt, wenn er nach 2 Tagen entlassen wird – statt wie bisher nach 10 Tagen. Auf der andern Seite kommt von den Vätern verstärkt die Forderung, dass sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen möchten. Teilzeitarbeit wäre hier vielleicht eine Möglichkeit – doch dazu ist die Wirtschaft (und auch viele Väter noch) nicht bereit. Der Ruf nach Vaterschaftsurlaub und Elternzeit wird laut. Dies kann aber auf Dauer keine befriedigende Lösung. Erstens wäre dieser Urlaub nur für eine beschränkte, kurze Zeit und würde wohl das Bedürfnis nach mehr Familienleben kaum stillen. Zweitens wäre dies nicht finanzierbar. Gerade jetzt, da aus der EU immer mehr, immer billigere Arbeitskräfte auf den Schweizer Markt drängen.  Da würde wohl manch ein Unternehmer lieber einen „billigen Ausländer“ einstellen, als dem frischgebackenen Vater erst einen Vaterschaftsurlaub zu finanzieren und anschliessend auch noch auf 40% seiner Arbeitszeit zu verzichten. In Zeiten der Globalisierung, in der viele Politiker das Heil in der Öffnung der Grenzen, im Abschaffen von Zöllen sehen; in Zeiten in denen alle alles möglichst günstig und sofort kaufen wollen, in diesen Zeiten gilt es abzuwägen, welches die Tugenden der Schweiz waren und sind. Fleiss, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und die Fähigkeit Wünschbares von Machbarem zu trennen – dies sind unsere besonderen Eigenschaften. Auf diese Tugenden sollten wir uns verlassen. Eigenverantwortung heisst der Schlüssel. Viele Schweizerinnen und Schweizer sind bereit dazu. Sie übernehmen in ihrer Freizeit einen Teil der Verantwortung für die Gesellschaft. Sie leisten unglaubliches, ehrenamtlich und mit Freude. Ihnen allen gebührt ein grosses Dankeschön – gerade jetzt im Jahr der Freiwilligenarbeit !

Meine Politik

Ich setze mich für eine unabhängige, sichere und selbstbewusste Schweiz ein. Die Schweiz braucht mehr mutige Nationalrätinnen.

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Mein Wahlkampf

Ich kandidiere am 23. Oktober 2011 für meine erste Amtsdauer als Nationalrätin des Kantons Schwyz.

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